
Bluthochdruck wird im Volksmund oft auch als schleichender Tod bezeichnet. Der Grund: Die Krankheit macht sich kaum bemerkbar und wird meist nur durch Zufall beim Arzt entdeckt. Umso erschreckender ist es, dass Bluthochdruck zu tödlichen Herzinfarkten und Schlaganfällen führen kann. Laut Expertenmeinung leiden rund 50% aller Europäer unter einem zu hohen Blutdruck. Doch was ist Bluthochdruck überhaupt? Bluthochdruck ist dann gegeben, wenn der Druck des pumpenden Blutes auf die Gefäße zu stark ist. Das ist in Ausnahmesituation normal und dient der Lebenserhaltung, zum Beispiel auf der Flucht vor einem Raubtier. Im Ruhezustand oder während des Schlafes sollte der Blutdruck deutlich niedriger sein. Wenn er allerdings auch im Ruhezustand recht hoch ist, dann spricht man von Bluthochdruck. Doch auch hier gibt es Abgrenzungen.
Wie wird Bluthochdruck ausgelöst? Die Auslöser von Bluthochdruck können sehr vielfältig sein. Meist ist es eine Mischung aus familiärer Neigung, Alkohol- und Tabakkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht, zuviel Salz und falscher Ernährung. Das wären die typischen Zivilisationsursachen. Es gibt jedoch auch Krankheiten, die zu Bluthochdruck führen können - unter anderem Diabetes. Hierbei sei allerdings angemerkt, dass Diabetes auch einfach nur eine Ursache der oben genannten Faktoren sein kann. Es gibt jedoch auch angeborene Diabetes, die nichts mit dem Lebensstil zu tun hat. Bluthochdruck muss also nicht zwangsweise eine Krankheit der Faulen und Fettliebhaber sein.
Wie behandelt man Bluthochdruck? Hier muss unterschieden werden, ob der Patient unter sehr starkem Bluthochdruck leidet oder ob dieser nur leicht bis moderat ist. Wenn der Patient nur unter einem leichten Bluthochdruck leidet, können viel Bewegung und bessere Ernährungsgewohnheiten bereits Linderung verschaffen. Wenn der Bluthochdruck allerdings bereits sehr ausgeprägt ist, dann hilft oft nur die medikamentöse Behandlung. Hierbei werden oft Medikamente wie Ramipril, Amlodipin oder Lisinopril eingesetzt. Obwohl diese Arzneien sehr effektiv sind, empfiehlt es sich dennoch, wenn man zuerst versucht dem Bluthochdruck aus eigener Kraft entgegenzuwirken.


