
Viele Angestellte machen sich wenig Sorgen, wenn das Thema Berufsunfähigkeit angesprochen wird. Sie sind zum einen der Ansicht, dass bei einer Bürobeschäftigung kaum Risiken bestehen und der Beruf daher auch dann ausgeübt werden kann, wenn einige körperliche Beeinträchtigungen vorhanden sind. Zum anderen vertrauen viele Angestellte auf die staatliche Absicherung, die ihnen im Ernstfall schon weiterhelfen wird. Es ist wichtig, dass auch Angestellte mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen und hiermit sich und natürlich die gesamte Familie finanziell schützen. Beide Thesen jedoch können grundsätzlich widerlegt werden. So ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit auch für Angestellte hoch, auch wenn sie nicht oder nur in sehr geringem Maße körperlich tätig sind. Ein Bandscheibenvorfall jedoch kann dafür sorgen, dass die vorwiegend sitzende Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Auch psychische Probleme und Burn Out nehmen bei Angestellten stetig zu, so dass sie mittlerweile ähnlich häufig von einer Berufsunfähigkeit betroffen sind wie Arbeiter. Auch die These der vollumfänglichen finanziellen Absicherung durch „Vater Staat“ muss widerlegt werden. Zwar gibt es für Menschen, die berufsunfähig sind, die staatliche Erwerbsminderungsrente. Sie wird jedoch nur dann voll ausgezahlt, wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind, drei Stunden pro Tag zu arbeiten. Hierbei ist es unerheblich, in welchem Beruf die Beschäftigung erfolgt, denn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente hat das Recht auf Verweisung in andere Berufe. Besteht die Möglichkeit, dass der Betroffene noch zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, wird die halbe Erwerbsminderungsrente bezahlt, wer mehr arbeiten kann, erhält gar keine Leistungen mehr. Die finanzielle Absicherung ist demnach äußerst gering und wird kaum helfen, den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Wie der Berufsunfähigkeitsversicherung Test zeigt, sollten Angestellte einen Versicherungsvertrag wählen, bei dem auf die abstrakte Verweisung verzichtet wird, der die Zahlung der Rente schon ab einer 50%igen Berufsunfähigkeit garantiert und der auch rückwirkend bezahlt. Vielfach stellt sich nämlich erst nach einigen Wochen oder gar Monaten heraus, dass eine als harmlos bezeichnete Erkrankung zur Berufsunfähigkeit und damit zu Ansprüchen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung führt. Durch die rückwirkende Zahlung können Angestellte ihre bis dahin entstandenen Kosten finanzieren und weitere Defizite vermeiden.


