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Buchhaltungsbüro
Der Bohrhammer - nützliches Wissen für den Laien

Der Bohrhammer ist ein Werkzeug, mit dem Löcher in weiche und feste Material gebohrt werden, etwa in Holz, Stein, Beton oder in andere Werkstoffe. Das Gerät wird meist mit einem elektrischen Antrieb angeboten, entweder mit einem Akku ausgestattet oder mit einem Kabel zum Anschluss an das Stromnetz mit 220 Volt. Im Unterschied zu einer einfachen Bohrmaschine verfügt der Bohrhammer über ein pneumatisches Schlagwerk, mit dem durch kontinuierliches Schlagen in axialer Richtung das Material zerkleinert wird. Durch die Drehbewegung des Bohrers wird das Material heraus gefräst und aus dem Bohrloch entfernt. Für die meisten Aufgaben reicht ein Bohrhammer bzw. Akku-Bohrhammer.

 

Auf Baustellen werden auch Stemmhämmer oder Abbruchhämmer mit deutlich mehr Schlagenergie genutzt, die bis zu 10 kg und mehr wiegen können, aber für den Heimanwender nicht relevant sind. Dem Bohrhammer sehr ähnlich ist die Schlagbohrmaschine. Allerdings ist die Schlagenergie des Hammers bei der Schlagbohrmaschine deutlich geringer, weshalb sie bei Beton, Stahl-Beton oder gar Granit relativ wirkungslos bleibt. Bohrhämmer sind wesentlich leistungsfähiger, deshalb sollten Sie darauf achten, die Leistung dem jeweiligen Werkstoff sehr behutsam anzupassen. Dies wird durch die Drehzahlregelung erreicht, mit der verschiedene Getriebeübersetzungen eingestellt werden. So wird es möglich, wenn zusätzlich das Bohrfutter gewechselt wird, auch zu meißeln oder ganz ohne Schlag zu bohren. Holz, Fliesen oder Stahl können dann ohne Schlagfunktion bearbeitet werden. Durch eine Sicherheitsfunktion wird im Notfall das Drehmoment unmittelbar unterbrochen, dies gehört bei modernen Bohrhämmern mittlerweile zum Standard. Ein bisweilen deutlicher Unterschied in der Leistung besteht zwischen einem pneumatischen und elektrischen Bohrhammer. Pneumatisch heißt, das Werkzeug wird mit Druckluft betrieben, und diese Geräte werden meist im professionellen Bereich eingesetzt. Heimwerker verwenden im Allgemeinen einen elektrischen Bohrhammer, der für ihre Zwecke meist vollkommen ausreicht. Der pneumatische Bohrhammer arbeitet abwechselnd mit Unter- bzw. Überdruck, um den Schlagbolzen anzutreiben. Bei der Rückführung des Hammers entsteht ein Unterdruck.

 

Das Herausschleudern des Bolzens wird durch Überdruck veranlasst. So entsteht eine enorme und andauernde Schlagenergie, wesentlich stärker als bei einer Schlagbohrmaschine oder bei einem elektrischem Antrieb. Das bei der Materialbearbeitung anfallende Bohrmehl wird mit Luft oder Wasser aus dem entstehenden Bohrloch entfernt. Wird unter Tage in einem Stollen gearbeitet, kommt meist die Spülung mit Wasser in Betracht, um eine übermäßige Staubbildung zu verhindern. Die Luftspülung findet man besonders über Tage. Für den Heimwerker ist aber der elektrische Bohrhammer im Allgemeinen das bevorzugte Werkzeug. Während Profi-Geräte auch schwerer als 6 kg zu haben sind, unterteilt man die Geräte für den gemeinen Handwerker in drei Gewichtsklassen. Der leichte Bohrhammer hat ein Gewicht von 1,8 bis etwa 3 kg, die mittelschwere Kategorie wiegt zwischen 4 und 6 kg. Alles, was drüber geht, gehört in die Klasse der Schwergewichte. Die Einsatzgebiete eines Bohrhammers sind vielfältig. Wird das Drehwerk abgeschaltet, sind Meißel- und Stemmarbeiten ohne Probleme ausführbar und sogar Schlitzarbeiten Im Elektrobereich.

 

Ohne Hammerwerk ist das Gerät andererseits eine simple Bohrmaschine und sensibel genug, um sogar Fliesen anzubohren oder auch Holz oder Metall zu bearbeiten. Durch die Umschaltung der Drehzahl ist dieses Werkzeug eben außerordentlich flexibel. Im Vergleich zu einer Schlagbohrmaschine ist der Bohrhammer wesentlich geeigneter für Stein, Beton und Mauerwerk. Und dies ohne, dass der Anpressdruck während des Bohrens erhöht werden muss, sodass gerade längere Arbeiten deutlich kräfteschonender sind. Möglich wird die Flexibilität durch das Einstecksystem mit Namen SDS oder auch SDS-Plus bzw. SDS-Max. Dieser seit 1975 existierende Standard garantiert das schnelle Wechseln der Bohrer - seien sie schlagend oder drehend. Im Unterschied zu den meisten Spannbohrfuttersystemen wird bei SDS-Bohrhämmern werkzeuglos und schnell zwischen Bohrer und Meißel gewechselt. In Bau und Fachmärkten findet der engagierte Heimwerker eine Reihe unterschiedlicher Meißel und Bohrer für Stein, Stahl oder Beton, um alle anfallenden Arbeiten mit nur einem Werkzeug auszuführen.

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