
Man sollte die Empfehlung zur Berufsunfähigkeitsversicherung kritisch hinterfragen. Die Beiträge sind nicht günstig, können schon mal mehrere Hundert Euro pro Monat betragen. Besonders, wenn man “den falschen” Beruf hat, Vorerkrankungen oder ein gewisses Alter erreicht hat. Viele Personen werden schon von vorne rein seitens der Versicherungsgesellschaften abgelehnt, www.berufsunfaehigkeitsversicherungvergleiche.de. Wer z. B. Diabetes hat, in psychischer Behandlung o.ä. hat schlechte Karten. Gefährdete Personen müssen hohe Risikoaufschläge zahlen. Dazu gehören z. B. Lehrer und Handwerker. Oft ist es so, dass wenn es zum Ernstfall kommt und die Berufsunfähigkeit eintritt, dass dies seitens der Versicherung zunächst generell angezweifelt wird. Zumindest wenn es sich um eine undurchsichtige Erkrankung handelt wie z. B. eine Depression.
Wer durch einen Unfall einen Arm verloren hat, wird eher nicht in eine gerichtliche Auseinandersetzung gezerrt. Wer durch Krankheit berufsunfähig wird, hat oft nicht die Kraft, einen Prozess zu führen. So kommt es dazu, dass viele Personen ihre Leistungen nicht erhalten. Azubis, Studenten, Berufsanfänger, Geringverdiener und andere prekär Beschäftigte haben in der Regel kein Geld zu verschenken. Oft ist das Portemonaie in der Mitte des Monats schon wieder leer. Langfristige Fixkosten in Form von Berufsunfähigkeitsversicherungs-Beiträgen sind da oft nicht drin. Viele lassen sich von den Versicherungsvertretern dennoch Verträge aufschwatzen. Die durchschnittliche BU-Rente ist mit ca. 500 Euro/Monat viel zu niedrig angesetzt (s. N-TV). Falls die Berufsunfähigkeit eintritt, würden 500 Euro zum Leben nicht ausreichen. Man müsste zusätzlich Hartz IV beantragen, wenn man keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hat. Jedoch könnte man hier nicht den vollen Hartz IV Satz plus Miete erwarten, die Berufsunfähigkeitsrente wird angerechnet. Mit der Einzahlung in die Berufsunfähigkeitsversicherung würde man also lediglich Vater Staat unterstützen, weniger Sozialhilfe leisten zu müssen. Es kann aus strategischen Gründen sinnvoll sein, sich mit einem geringen Beitrag frühzeitig abzusichern, um sich die günstigen Beiträge für junge Leute zu sichern. Jedoch sollte man dann nicht vergessen, die Versicherungssumme zu erhöhen. Erst ab einer BU-Rente von ca. 1.000 Euro lohnt sich der Abschluss überhaupt. Man sollte die Kosten nicht unterschätzen, gerade, bei Arbeitslosigkeit etc. kann die BU ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen. Der Sozialstaat wälzt immer mehr Verantwortung auf die Bürger ab, da kein Geld da ist. Für Leute, die vor 1962 geboren sind gibt es noch die staatliche Berufsunfähigkeitsrente.


