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Buchhaltungsbüro
Die kalte Jahreszeit in London mit einem schönen Kinobesuch versüßen

Für Kinogänger hält die Metropole London bei Urlauben jetzt etwas ganz besonderes bereit. London ist so bekannt. Für seine Kultur, das Multi-Kulti, alle Sehenswürdigkeiten, das original britische, die Royals und auch natürlich die lange Historie. Die Stadt an sich hat zwar schon unglaublich viel zu bieten, doch wer sich am Abend einfach mal weit weg träumen möchte, der ist im Renoir Cinema genau richtig aufgehoben. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie Madame Tussauds, Oxford Street oder der Tower Bridge gibt es in der Stadt noch einiges außerhalb der Touristenpfade zu entdecken. Das Kino Renoir findet man im Brunswick Centre in Bloomsbury. Hier findet man eine bunte Mischung aus Arthouse-Filmen und ausländischen Neuheuiten. Mit seiner Art-Déco-Fassade und seiner wachsenden Reputation wäre es sicherlich ein großartiger Ort für einen Besuch an einem regnerischen Nachmittag oder einem winterlichen Abend. Das Kino befindet sich in der Nähe der University of London und kann auf eine ruhm- und facettenreiche Geschichte zurückblicken. Es war die erste britische Unternehmung einer amerikanischen Einrichtung zugunsten einer großen Zahl von College-Studenten, Ärzten und Krankenschwestern in der Umgebung. Erstmalig erfolgte die Eröffnung als Bloomsbury Cinema im Jahr 1972. Hierauf bildete sich ein Kult um die Institution heraus, genauso wie bei vielen der unabhängigen Filme, die dort im Verlauf der Jahre über die Leinwand flimmerten. Das Renoir Cinema unserer Tage verfügt über zwei Leinwände mit jeweils 200 Sitzplätzen sowie eine Bar mit Volllizenz für einen gemeinsamen Drink nach der Filmvorführung zur Besprechung des Films mit anderen Nachtschwärmern. Mit dem London Pass erhalten Besucher einmal kostenfreien Eintritt zu einer Filmvorführung. Bei so vielen aufregenden Filmen im Angebot zahlen sich ein Blick auf das aktuelle Programme sowie eine Vorbestellung auf jeden Fall aus. Neben verschiedensten Filmvorführungen gibt es im Kino sonntags Sondervorführungen und Gesprächsrunden. Neben den Vorführungen anerkannter Filme veranstaltet das Renoir Cinema im gesamten Jahr besondere Filmfestivals und Veranstaltungen. Im Januar zum Beispiel findet noch die Bold Visions Season statt. In der Einrichtung blickt man mit Stolz darauf, Filmliebhabern die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, wann und wie sie die aktuellsten Neuerscheinungen sehen und das Publikum zu ermutigen, eigene Filmideen vorzutragen. Aus einer Reihe von klassischen und neuen Werken aufstrebender Filmemacher aus der ganzen Welt wurden eigens sechs Filme ausgewählt, die eine besondere Art der Faszination ausüben und viel Stoff für weitere Diskussionen bieten. Zu den ausgewählten Filmen gehört „Alps“ von Yorgos Lanthimos, der eine Krankenschwester, einen Rettungsassistenten, eine Turnerin und ihren Trainer zeigt, die eine ungewöhnliche Dienstleistung für Hinterbliebene anbieten: Sie schlüpfen in die Rolle der gerade verstorbenen Menschen. Zu weiteren Filmen gehören „Yossi“ von Eytan Fox, „Babette's Feast“ von Gabriel Axel und „Boxing Day“ von Bernard Rose. Im Januar wird am Neujahrstag „McCullin“ von Jacqui und David Morris zu sehen sein, der das Leben und die Arbeit des anerkannten Kriegsfotografen Don McCulllin Revue passieren lässt. Der Film zeigt die Wahrheit hinter dem Mann und seinen kontroversen Bildern. Den Abschluss des Festivals bildet „What Richard Did“ von Lenny Abrahamson, der das Leben eines jungen charismatischen und privelegierten Dubliner Mannes zeigt, dessen Leben nach einer folgenreichen Sommernacht langsam auseinanderbricht. Nach seinem Erscheinen in Irland im Oktober kann man bereits jetzt davon ausgehen, dass der Film zu den modernen Klassikern gehören wird.

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Die kalte Jahreszeit in London mit einem schönen Kinobesuch versüßenArtikelTorsten PaulDas Renoir Cinema in London ist leider nicht so weit verbreitet, jedoch unbedingt einen Besuch wert! Die Stadt an sich hat zwar schon ung... Bewertungsdurchschnitt: 3.3 von gesamt 7