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Buchhaltungsbüro
PKV: spezielles Abrechnungsverfahren

Das Abrechnungs-Verfahren der privaten Krankenversicherung unterscheidet sich grundsätzlich von der Abrechnung bei den gesetzlichen Krankenkassen. Während dort der behandelnde Arzt oder das Krankenhaus grundsätzlich mit der gesetzlichen Krankenkasse direkt abrechnen, leistet in der privaten Krankenversicherung der Patient entsprechend der vertraglichen Vereinbarung eine Vorauszahlung auf die Behandlung und erhält von seiner PKV eine Rückerstattung. Diese Regelung ist mittels Zahlungsfristen so gestaltet, dass sie für die Patienten meist finanziell schmerzlos abläuft, da sie die Rechnung häufig schnell genug von der PKV rückerstattet bekommen, um keine private Vorauszahlung leisten zu müssen. Für besonders teure Behandlungen gibt es Sonderregelungen. Das Abrechnungs-Verfahren im Detail Nach einer Behandlung bekommt der privat versicherte Patient vom behandelnden Arzt eine Rechnung, aus der sämtliche Leistungen ersichtlich sind. Das hat den Vorteil, dass der Patient selbst prüfen kann, ob die Rechnung korrekt ist, was sich immerhin beispielsweise auf eine Entscheidung über eine eventuelle Selbstbeteiligung auswirkt. Der Versicherungsnehmer leistet im Normalfall eine Vorauszahlung auf die Rechnung, reicht diese bei der privaten Krankenversicherung ein und erhält vom Versicherer eine Rückerstattung der Kosten gemäß seiner Versicherungspolice. In den meisten Fällen wird die Rückerstattung von der PKV so pünktlich geleistet (innerhalb von 14 Tagen), dass sie sich mit dem Zahlungstermin für die Vorauszahlung überschneidet und der Patient im besten Fall überhaupt nichts verauslagen muss. Dennoch ist er juristisch verantwortlich für das korrekte Begleichen der Rechnung, Arzt oder Krankenhaus werden sich im Zweifelsfall an ihm schadlos halten. Sonderfälle und Vorteile des Abrechnungs-Verfahrens Trotz der Rückerstattung lieben manche Patienten der PKV den Gedanken einer Vorauszahlung nicht unbedingt, das Abrechnungs-Verfahren der privaten Krankenversicherung hat aber enorme Vorteile. Mitglieder der privaten Krankenversicherung können stets entweder über eine Selbstbeteiligung bei den Gesundheitskosten oder eine freiwillige Kostenübernahme mit der Option der Rückerstattung von Beiträgen entscheiden. Manche Gesellschaften der privaten Krankenversicherung gewähren in leistungsfreien Jahren eine Rückerstattung bis zu einem halben Jahresbeitrag. Da lohnt es sich durchaus, kleinere Behandlungen selbst zu tragen. Ein Sonderfall ergibt sich bei wirklich teuren Behandlungen im Krankenhaus wie Operationen, deren Vorauszahlung den Patienten definitiv überfordern würde. In solchen Fällen wird vom üblichen Abrechnungsverfahren der PKV abgewichen, das Krankenhaus rechnet direkt mit der privaten Krankenversicherung ab. Hierzu legt der Patient seine Versicherungskarte vor und tritt den Anspruch auf Erstattung an das Krankenhaus ab, die private Krankenversicherung erhält direkt die Rechnung und begleicht diese mit dem Krankenhaus. Ähnliche Sonderregelungen bei der Bezahlung von Medikamenten wurden jetzt in einem Modellversuch mit Apotheken erprobt.

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