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Buchhaltungsbüro
Private Unfallversicherungen vergleichen - Tipp: Auf das Gipsgeld achten

Bei einem Versicherungsvergleich (Vergleichsrechner für verschiedene Versicherungen z.B. unter: http://im-vergleich.de/) für die private Unfallversicherung achten Verbraucher sorgfältig auf die Höhe der Prämien. Sie vergleichen in der Regel auch die Höhe des Krankenhaustagegeldes und der Rente nach einem schweren Unfall. Auf weitere Leistungen achten sie jedoch häufig nicht, obgleich gerade diese sich je nach Versicherungsvertrag oft deutlich unterscheiden. Ein Kennzeichen einer guten privaten Unfallversicherung ist das Gipsgeld, das jedoch nicht in allen Verträgen vorhanden ist.  

Was ist das Gipsgeld?

Als Gipsgeld bezeichnen Unfallversicherer eine Geldleistung, die sie pauschal nach Knochenbrüchen zahlen. Eine entsprechende Klausel ist keineswegs in allen Versicherungsverträgen vorhanden, sodass Versicherte je nach Vertragsgestaltung bei einem Knochenbruch nur Geld bekommen, wenn sie stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Gipsgeld-Klausel hebt diesen Nachteil auf, indem sie pauschale Zahlungen für Knochenbrüche vorsieht. Viele Versicherungsverträge erweitern den Gipsgeld-Anspruch auf weitere Verletzungen wie einen Muskelfaserriss oder eine Muskelzerrung, andere Versicherer erschweren hingegen den Zugang zu dieser Versicherungsleistung, indem sie lediglich angebrochene Knochen von dieser ausschließen. Die ausschließende Klausel ist für den Versicherungskunden nachteilig, da ein nicht vollständiger Bruch bereits die Ruhigstellung des betroffenen Körpergliedes mit Gips erforderlich macht und somit dessen Nutzung einschränkt. Die Höhe des Gipsgeldes fällt je nach Vertrag unterschiedlich aus. Einige Verträge sehen eine pauschale Entschädigung für jede entsprechend versicherte Verletzung vor, während andere Versicherungsunternehmen Differenzierungen je nach betroffenem Glied oder auch nach der Dauer der erforderlichen Krankschreibung vornehmen. Unterschiedlich geregelt ist auch die Gipsgeldzahlung bei einem Krankenhausaufenthalt. Die für den Versicherungsnehmer günstigste Variante sieht die Auszahlung des Pauschalbetrages zusätzlich zum vereinbarten Krankenhaustagegeld vor. Einige Vertragsbedingungen enthalten jedoch eine Klausel, wonach das vom Versicherer zu zahlende Krankenhaustagegeld vollständig oder teilweise auf die Höhe des Gipsgeldes angerechnet wird.  

Für wen sind Tarife mit Gipsgeld empfehlenswert?

Grundsätzlich bietet sich der Abschluss einer privaten Unfallversicherung mit Gipsgeld-Anspruch für jeden Versicherungsnehmer an. Schließlich soll die pauschale Entschädigung für Knochenbrüche und vergleichbare Verletzungen sowohl für die Schmerzen als auch für den mit dem zeitweiligen Eingipsen verbundenen teilweisen Ausfall von Körpergliedern eine Entschädigung bieten. Für einige Versichertengruppen ist der Einschluss einer Gipsgeld-Klausel in den Versicherungsschutz jedoch von besonderer Bedeutung. Das betrifft in erster Linie Selbstständige und Freiberufler, die für ihre jeweilige Tätigkeit zwingend auf beide Hände oder beide Füße angewiesen sind und über keine unabhängig von einem Klinikaufenthalt leistende  Krankentagegeldversicherung verfügen. Diese erleiden einen bedeutenden Verdienstausfall, wenn sie zeitweilig einen Gips tragen müssen und eine Hand oder einen Fuß vorübergehend nicht verwenden können. Auch Hausfrauen beziehungsweise Hausmänner können einen Teil der im Haushalt anfallenden Tätigkeiten mit nur einer nutzbaren Hand oder nur einem einsatzbereiten Fuß oftmals nicht durchführen, sodass sie vorübergehend auf bezahlte fremde Hilfe angewiesen sind. Rechtlich und steuerlich gilt das Gipsgeld nicht als Ersatz für das ausgefallene Einkommen, sondern als Schmerzensgeld beziehungsweise als pauschale Entschädigung für den durch die Verletzung notwendigen Mehraufwand.  

Gezielt nach einem Tarif mit Gipsgeld suchen

Einige Versicherungsgesellschaften bieten ausschließlich Tarife mit Gipsgeld an, während wenige Versicherer weiterhin nur Tarifmodelle ohne diese Leistung anbieten. Immer mehr Gesellschaften entscheiden sich, ihren Kunden die Leistungen einer privaten Unfallversicherung im Baukastensystem anzubieten. Auf diese Weise kann jeder Interessent selbst entscheiden, ob er einen Vertrag mit oder ohne Gipsgeld-Klausel abschließt. Der geringe Mehrpreis macht sich bereits bei einem einmaligen Knochenbruch mehr als bezahlt, sodass sich der Einschluss des Gipsgeldes in den Versicherungsschutz anbietet. Idealerweise verwenden angehende Versicherungskunden bei der Suche mithilfe eines Vergleichsrechners gleich die Einstellung, dass dieser nur Tarife mit eingeschlossenem Gipsgeld anzeigt. Tipp: Aktuelle Versicherungsvergleichsrechner finden Sie unter: http://im-vergleich.de/unfallversicherungen/vergleich/

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